Über Felix Mendelssohn Bartholdy

"Er ist der Mozart des 19. Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt."

Robert Schumann

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"Mir waren alle die Berge nur wie grosse Zacken in der Erinnerung geblieben; die Höhe hatte mich damals zu sehr ergriffen. Aber diese unermessliche Breite, die dicken weiten Massen, der Zusammenhang all dieser ungeheuren Türme, wie sie sich aneinanderschliessen und einander die Hände reichen - das fiel mir heut besonders aufs Herz. Dazu denkt Euch nun alle Gletscher, alle Schneefelder alle Felösspitzen blendend hell erleuchtet und glänzend; dann die fernen Gipfel aus anderen Ketten, die herüberhangen und hineingucken - ich glaube, so sehen die Gedanken des lieben Herrgott aus."

 

"Ich komme eben von einem Spaziergang gegen den Schmadribach und das Breithorn. Alles was man von der Grösse und dem Schwunge der Berge denkt, ist niedrig gegen die Natur. Dass Goethe aus der Schweiz nichts anderes zu schreiben gewusst hat als ein paar schwache Gedichte und die noch schwächeren Briefe, ist mir ebenso unbegreiflich wie vieles andere in der Welt."

 

 

Felix Mendelssohn an seine Schwestern

am 14. August 1831 aus Lauterbrunnen

 

 

Der Maler Felix Mendelssohn

 

 

Ein Tag mit Felix Mendelssohn

 

"Den Abend verlebten wir herrlich bei Mendelssohn's, die alles aufboten, um Spohr so viel Freude als möglich zu machen. Diese Familie hat für mich etwas idealisches, sie bietet eine Vereinigung von inneren und äusseren Vorzügen, und dabei so schönem häuslichen Glück, wie man gewiss selten im Leben findet. In ihrer Einrichtung und ganzem Wesen herrscht neben allem Luxus und Reichthum eine so reizende Anspruchslosigkeit, dass man sich sehr wohl da befinden muss. Und ganz rührend ist mir seine unverkennbare Liebe und Verehrung für Spohr. Er selbst spielte eine unerhört schwere und höchst eigenthümliche Composition von sich, benannt: "siebenzehn ernste Variationen" (op. 54), mit ungeheurer Bravour, dann folgten zwei Spohr'sche Quartetten, darunter auch das neueste (op. 132), bei welchem Mendelssohn und Wagner mit entzückten Mienen in der Partitur nachlasen. Ausserdem sang Frau Doctor Frege einige Spohr'sche Arien, die Mendelssohn prachtvoll begleitete, und so eilten die Stunden unter Musik und anregender Unterhaltung schnell und genussreich dahin, bis unvermerkt Mitternacht herankam und dringend zum endlichen Aufbruch mahnte."

 

Marianne Spohr, die Schwester des Komponisten Louis Spohr, berichtet über einen Musikabend im Hause Mendelssohn im Jahre 1846 in Leipzig.


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